Dem friedlichen Wandel ein Gesicht geben

Preisträger Arnold VaatzPreisträger Arnold Vaatz

Seit 2009 zeichnet der Scheidegger Friedenspreis Politiker aus, die sich um die Deutsche Einheit verdient gemacht haben

Erstmals wurde der Scheidegger Friedenspreis im Oktober 2009 verliehen. Ers­ter Preisträger war der Theologe Rainer Eppelmann - ein Bürger­rechtler und späterer CDU-Po­litiker, der sich für kirchliche Friedens- und Menschenrechts­gruppen engagierte. Seitdem verleiht die Marktgemeinde Scheidegg den Preis jedes Jahr im Oktober an verdiente Persönlichkeiten, die sich vor, während und auch nach der Wende-Zeit um die Deutsche Einheit ver­dient gemacht haben. Symbo­lisiert wird der Preis durch eine weiße Porzellantaube. Initiator der Preisverleihung ist Manfred Przybylski, der frühere Geschäftsführer des Tagungs­zentrums der Konrad-Adenau­er-Stiftung am Corner See und somit bestens in Politikerkreisen vernetzt.

Hintergrund der Preisauslo­bung ist das jährlich in Schei­degg zelebrierte ökumenische Friedensgebet am Tag der Deut­schen Einheit. Dem Initiator ist es ein wichtiges Anliegen, die Erinnerung an die friedlich er­reichte Wiedervereinigung und die Geschehnisse rund um den Mauerfall im Jahr 1989 aufrecht zu erhalten. Przybylski: ,,Das ist eine einmalige Chance, authen­tische Augenzeugenberichte zu bekommen."

Dieser Text erschien im Oktober 2018 im Westallgäu Plus, von Manfred Sendlinger.


Dem friedlichen Wandel ein Gesicht geben

Seit 2009 zeichnet der Scheidegger Friedenspreis Politiker aus, die sich um die Deutsche Einheit verdient gemacht haben

Erstmals wurde der Scheidegger Friedenspreis im Oktober 2009 verleihen. Erster Preisträger war der Theologe Rainer Eppelmann - ein Bürgerrechtler und späterer CDU-PoliUker, der sich für kirchliche Friedens- und Menschenrechtsgrup­pen engagierte. Seitdem verleiht die Marktgemeinde Scheidegg den Preis jedes Jahr im Oktober an ver­diente Persönlichkeiten, die sich vor, während und auch nach der Wende-Zeit um die Deutsche Einheit verdient gemacht haben. Symbolisiert wird der Preis durch eine weiße Porzellantaube.

Initiator der Preisverleihung ist Manfred Przybylski, der frühere Geschäftsführer des Tagungszentrums der Konrad-Adenauer-Stiftung am Corner See und somit bestens in Politikerkreisen vernetzt. Er ist ein Neubürger von Scheidegg und lebt im Ortsteil Linde­nau. Bevor Manfred Przybylski die Leitung der Stif­tung übernommen hat, war er unter anderem in der Entwicklungshilfe tätig und engagierte sich bei der Gründung des Oberhausener Friedensdorfes.

Hintergrund der Preisauslobung ist das jährlich in Scheidegg zelebrierte ökumenische Friedensgebet am Tag der Deutschen Einheit. Dem Initiator ist es ein wichtiges Anliegen, die Erinnerung an die friedliche erreichte Wiedervereinigung und die Geschehnisse rund um den Mauerfall im Jahr 1989 aufrecht zu er­halten. Przybylski: ,,Das ist eine einmalige Chance, authentische Augenzeugenberichte zu bekommen." Der Kandidat für den Scheidegger Friedenspreis wird in der Regel von einer Jury aus der katholischen und evangelischen Ortskirche, dem Gemeinderat, dem Bürgermeister und dem Stifter, Manfred Przybylski, ausgewählt. Zudem findet in der Marktgemeinde jedes Jahr am 3. Oktober ein Friedensgebet in der öku­menischen Hubertuskapelle im Ortsteil Forst statt. Zu den bisherigen Preisträgern zählten etwa Rainer Eppelmann (2009), Lothar de Maiziere (2010), Mar­kus Meckel (2012), Rudolf Seiters (2014), Theo Wai­gel (2015) und Sabine Bergmann-Pohl (2016). Heuer erhielt die weiße Taube aus Porzellan der 63-jährige stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundes­tagsfraktion, Arnold Vaatz.

Dieser Artikel erschien im Westallgäuer, von Manfred Sendlinger.